Journalismusdialog

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(Foto: Stern.de)

Das Quartett aus ZEIT, Spiegel, Gruner + Jahr sowie Medweth veranstaltete am 27. Juni den „Journalismusdialog“, um das hochbrisante, sowie brandaktuelle Thema der Fake News- und Hatespeech-Debatte unter dem Titel “Wege aus der Filter Bubble” zur Diskussion zu bringen. Neben den Keynotes der Chefredakteure von ZEIT online, Der Spiegel und Stern, wurden vor allem die Beiträge von Heiko Maas (Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz) und dem Director Media Partnerships EMEA Facebook Patrick Walker mit Spannung erwartet. So war doch erst kürzlich das von Maas vorgeschlagene „Netzwerkdurchsetzungsgesetz” stark in die Kritik geraten. Das Gesetz soll sich gegen Hetze und gefälschte Meldungen (Fake News) in Sozialen Netzwerken richten, und somit verhindern, dass gefährliches Halb- oder Unwissen massenhaft verbreitet wird, und somit Schaden anrichtet. Die Kritiker sehen allerdings das Grundrecht auf Presse- und Meinungsfreiheit in Gefahr, sowie ein Problem mit möglicher aufkommender Selektion von Beiträgen.(* Vor allem Facebook soll hier in die Pflicht genommen werden, um die Verbreitung von Unwahrheiten oder Cyber-Mobbing zu stoppen, dazu wurde Facebookmangager Patrick Walker von Zeit-Online-Chefredakteur Jochen Wegner interviewt. Facebook nutzt ein Konzept namens Counter Speech, und bemüht sich um Verbesserung von Filtertechnik, um unzulässige Posts zu finden, aber eine für alle Seiten wirklich brauchbare Lösung wurde bislang noch nicht gefunden.

*)  Update 30.Juni 2017: Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ wurde am 30.Juni 2017 verabschiedet. Infos unter: www.netzpolitik.org

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