Die Kalkscheune hört ein “Ohmmmmmm”

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Der ein oder andere mag sich jetzt fragen: Schon wieder Yoga? Braucht die Kalkscheune dringend Entspannung!?
Es ist November, grau, kalt, nass… die Antwort ist: ja!

Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. setzte am 7. November seine Reihe „Von der Matte ins Leben“ fort, und fokussierte diesmal in der spannenden Podiumsdiskussion das Thema „Yoga – Trendsport? Ersatzreligion? Was Yoga im Kern ausmacht“. Yoga ist in aller Munde, doch was ist eigentlich das Grundprinzip, wie und wo hat alles angefangen? Für viele ist Yoga die beste Möglichkeit ihren stressigen Alltag auszubalancieren, und  Gleichgewicht zu finden. Für manche ist Yoga vor allem aus medizinischer Sicht hilfreich und unersetzlich, wieder andere finden in der Yogagruppe schlichtweg gute Gesellschaft und Gleichgesinnte.
Wenn man Wikipedia anschmeißt und fragt, was Yoga denn eigentlich im Kern bedeutet, und wann es wo zuallererst aufgetaucht ist, so fällt auf, dass schon im ersten Satz von einer „Indischen Philosophischen Lehre“ gesprochen wird. Eine philosophische Lehre, die versucht, Körper und Geist „zusammenzubinden“ (Yoga heißt übersetzt: Zusammenbinden, anschirren, anspannen), um das Ziel der Selbsterkenntnis zu erreichen.

Es wird immer wieder angemerkt, dass sich das Yoga der westlichen Welt vielmehr körperlich definiert, der geistige oder meditative Aspekt des traditionellen indischen Yogas ist bislang weniger verbreitet. Woran mag das liegen? Womöglich sucht man im Yoga primär den Entspannungsmoment in einer schnelllebigen Welt, mal den Kopf ausschalten und sich dabei körperlich auspowern, das ist hierzulande dank stetiger Überflutung von Information jeglicher Art die vorrangige Motivation. Selbsterkenntnis braucht enorme Konzentration und vor allem Ehrlichkeit… Sich selbst erkennen, mit allen guten und schlechten Seiten, die einem inne wohnen, ist kein Zuckerschlecken und nichts für ne kurze Sitzung zum Feierabend. Da hilft auch die neon-pinke Yoga-Hose nicht…
Genau diese Aspekte des modernen westlichen Yogas diskutierten u.a. Angelika Beßler (Diplom-Sozialpädagogin und Yogalehrerin), Dr. phil. Eckard Wolz-Gottwald (Dozent für Philosophie und Religionswissenschaft) und Christiane Dietrich (Leitstelle für Sektenfragen in Berlin) in der Podiumsdiskussion, die im Anschluss an den praktischen Teil mit Urvasi Leone stattfand.

Im Januar geht es dann weiter mit der Veranstaltungsreihe und dem Thema „Yoga – schnell gelernt und billig? Über Qualität und Wert in Ausbildung und Unterricht“.
Zur Anmeldung geht es hier entlang: www.yoga-von-der-matte-ins-leben.de

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