„Wo geht die Reise hin?“ | zanox Expert Day Travel

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Der Expert Day Travel 2016 von Zanox brachte Urlaubsstimmung in die Bude und sorgte dafür, dass ein kollektives Fernweh einsetzte. Voträge über Trends bei der Reiseplanung oder Diskussionen über die Zukunft von Buchungsstrategien, ließ eine Frage immer lauter werden: Wann ist endlich Urlaubszeit?

Was folgte war abzusehen… Ein unvermeidbares Schwelgen in Urlaubserinnerung, Sehnsucht nach Sand, Meer, Sonnenschein. Die Kollegen gingen los und kauften Sonnencreme, um zumindest der Nase erfolgreich Sommermodus vorzutäuschen, die Schlappen wurden auf dem Schreibtisch aufgestellt und als Gottheit verehrt, und verstreute Muscheln ruinieren von nun an das Parkett…

Ein schöner Schlamassel… Denn es ist erst März und der Sommer noch in weiter Ferne.
Doch gedanklich riecht die Nase schon Meeresluft und die Füße stecken im salzigen Wasser,
und schwups schon landet man auf einem der vielen Reiseportale und stöbert sich durchs Sortiment.

Vorbei sind die Zeiten, in denen man brav ins Reisebüro seines Vertrauens dackelte, um von dort massenhaft Kataloge mit Hotels und Ferienhäusern mit nachhause zu schleppen, die man dann in mühevoller Kleinarbeit emsig studierte.

Vergleichen musste man selbst, Fotos und Impressionen waren selten, und google Earth sagte einem auch nicht, wo genau man denn dort landete. Heute ist das alles anders, man liegt auf der Couch, den Laptop auf dem Bauch, und macht es sich ganz bequem. Für alles und jeden gibt es heutzutage Vergleichsportale mit Kundenbewertungen, Fotos en masse, Preisvergleich und Umgebungsinformationen. Jeder Fitzel wird kommentiert: „Die Eier beim Frühstück waren etwas zu hart“, „Auf dem Teppich hinten links unterm Fenster war ein Brandloch“, „Die Sauna war zu heiß und die Minibar zu kalt“… Wird man womöglich zum Pingel erzogen von all diesen Portalen, oder ist es ein Segen, dass einem die schönsten und womöglich wichtigsten Wochen im Jahr durch nichts und niemandem vermiest werden?

Oder geht eventuell ein wenig das Abenteuer flöten, da man inzwischen beinahe jeden Zentimeter, jede Bar, jeden Shop und jede Parkbank in unmittelbarer Umgebung zur Unterkunft schon weit vorher ausloten kann? Wie breit ist der Strand, wie hoch sind die Wellen und wo gibt es definitiv den besten Kaffee? Geht man heutzutage überhaupt noch auf eine völlig orientierungslose Entdeckungstour des Urlaubsziels? Oder siegt die Bequemlichkeit anhand vor vorhergegangener knallhart durchstrukturierter Tagesplanung? Aber womöglich ist es auch ein Vorgang der Optimierung, denn was ist das schlimmste am Urlaub? Genau, dass er so schnell vorbei ist. Da darf man im Grunde keine Minute vergeuden, wenn man nicht weiß, wo der nächste Supermarkt ist, oder ein Bankautomat. Die modernen Reiseplanungsmöglichkeiten schenken uns Zeit und eine gewisse Sicherheit, was dabei aber auf der Strecke bleibt, sind Entdeckungen, kleine versteckte Juwelen, die man nicht finden kann, wenn man den Zufall nicht mit in den Koffer packt…

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